Wenn der PC nicht geht, dann zuerst das Stromkabel checken

Genervt schaute ich auf den Bildschirm, denn die „Blackmagic Disk Speed Test“ App, mit der man die Geschwindigkeit von Festplatten misst, zeigte wieder eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 MB/s an. Verdammt, wieso ist mein neues externes Festplattengehäuse so langsam? Google konnte mir nicht weiterhelfen, also probierte ich einige Ideen aus. Das aktuelle Raid5 System auf Raid0 umzustellen brachte auch keinen Geschwindigkeitszuwachs. Nebenbei wurden dabei meine Daten gelöscht, die ich in tagelanger Arbeit auf die externe Platten kopiert hatte. Das war mir beim Umstellen bekannt und natürlich hatte ich ein Back-up, trotzdem schade um die schöne Zeit. Eine Anfrage beim Support von Terramaster ergab keine neuen Erkenntnisse, da ich nur eine Standardantwort bekam, obwohl ich viel gutes über den Service gelesen hatte.

 

 

Irgendwann kam ich auf die Idee, dass beim Festplattengehäuse mitgelieferte Kabel zu testen und siehe da, das Terramaster D5-300 erreichte eine Geschwindigkeit von über 200 MB/s. Da das Terramaster an einem 2017er MacBook Pro angeschlossen wurde und nur ein USBC auf USBA Kabel dabei war, bestellte ich ein USBC auf USBC Kabel mit, damit ich keinen Adapter oder ähnliches benutzen musste. Leider scheint das Kabel einen geringen Datensatz durchlassen und dabei ist es sogar eins von der Marke Anker. Hätte ich das offensichtliche eher erkannt, dann hätte ich viel Zeit gespart. Was Solls, trotzdem bin ich froh den Fehler gefunden zu haben und während ich diesen Beitrag schreibe, kopiere ich die letzten Dateien auf meinen neuen Terramaster.

Wie ich meine Fotos sichere

Nach einem Shoot importiere ich die Fotos auf eine externe SSD. Da mein MacBook Pro nur 256GB Speicher hat, muss ich diesen Weg gehen. Ich war nicht gewillt den Apfel-Aufpreis für eine 500GB bzw. 1TB SSD zu bezahlen. Nach dem Import kopiere ich im Hintergrund, mit Hilfe von Carbon Copy Cloner (kurz CCC), die Fotos auf das TerraMaster (1. Backup). Das Terramaster ist mir 4x 4TB Platten von Western Digital bestückt und läuft im Raid5 Modus. Das bedeutet, dass von den 16TB nur ca. 12 TB an Speicherplatz übrig bleiben. Die restlichen 4TB dienen zur Sicherheit, dass bedeutet wenn eine Festplatte kaputt geht, dann sind normalerweise keine Daten verloren. Erst wenn eine 2. Kaputt geht. Wenn eine Platte ausfällt, dann kann man eine neue reinschieben und nachdem Einbinden läuft es wie gewohnt. Der Datendurchsatz zwischen MacBook Pro und Terramaster beträgt ungefähr beim Schreiben und Lesen 150-200MB/s.

 

Ich habe zusätzlich eine Synology Diskstation DS416j. Diese war eigentlich nicht eingeplant, denn sie war nur dazu da um private Dateien, Videotutorials usw. zu sichern. Die Diskstation läuft im SHR Modus. Ist ein Raidsystem von Synology, das dem Raid5 System sehr ähnlich ist. Dort werden zwischendurch alle Daten des Terramaster gesichert. Mit Hilfe von ChronoSync werden nach der ersten Sicherung nur die geänderten Daten gesichert, was viel Zeit spart. Das Backup Programm lasse ich einmal wöchentlich laufen.

Hinzu kommt, dass ich meine Daten mit Hilfe von Backblaze in der Cloud sichere. Backblaze ist ein Anbieter, der für 5 Dollar im Monat alle Daten in der Cloud speichert. Man kann aber nur die Daten von Festplatten sichern, die an einem Rechner angeschlossen sind z.B. sind NAS Laufwerke ausgeschlossen. Für diesen Fall gibt es von Backblaze ein weiteres Paket, das 5 Dollar pro Terabyte kostet und NAS-Speicher erlaubt. Um Backblaze zu nutzen braucht man eine schnelle Internetverbindung bzw. eine schnelle Uploadgeschwindigkeit.

Mein Backup-Plan als Skizze: 

Für das TerraMaster Laufwerk hatte ich mich entschieden, weil man es direkt per USBC an den Rechner anschliessen kann und dadurch einen Geschwindigkeitsvorteil zu meinem NAS-System mit LAN-Anschluss hat und weil man es zusammen mit Backblaze „Personal Backup“ nutzen kann.

Ich bin mit der Strategie bisher zufrieden. Bis alle Fotos in die Backblaze Cloud hochgeladen sind dauert es leider noch.

Ein paar Worte zum TerraMaster D5-300

Die Lüfter des TerraMaster sind leider hörbar, aber stören mich unter meinem Schreibtisch nicht obwohl ich sie immer noch hören kann. Auf dem Schreibtisch würde ich das Gehäuse nicht stellen. 

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2 KOMMENTARE

  1. Hallo, bin irgendwie durch Zufall und über Facebook auf deinen Blog gekommen. Witzigerweise beschäftige ich mich grade mit Backup für meine Fotos und Videos. Bisher arbeite ich mit mehreren externen SSDs und ich steige kaum noch durch was wo drauf ist. Dein Bericht war mir sehr hilfreich, vielen Dank dafür 🙂 LG Claus (DER OPTIKER)

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