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Backup Strategie für Fotografen und Videografen 2020 (QNAP TVS-672XT)

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Ende 2017 hatte ich den Artikel „Back-up Strategie für Fotografen (Terramaster D5-300)“ veröffentlicht. Diese ist für mich eine kostengünstige Strategie gewesen, die mich in einigen Punkten genervt hatte (auf die ich noch eingehe) und weshalb ich meine Strategie in 2020 geändert habe. In diesem Artikel gehe ich auf meine neue Backup Strategie ein.

Speedtestergebnis des QNAP

Speedtestergebnis des QNAP TVS-672XT

Was mich an meiner bisherigen Backup Strategie genervt hatte

Wie meine bisherige Back-up Strategie aussah, kannst du im Blogartikel aus 2017 nachlesen. Grob gesagt hatte ich an mein MacBook das Terramaster D5-300 per USB 3.0 angeschlossen. Auf das waren alle meine Daten gespeichert. Das Terramaster ist ein externes Festplattengehäuse (kein NAS) mit 5 Slots. Ich hatte es im Raid 5 Verbund betrieben. Es durfte eine Festplatte ausfallen ohne das die Daten verloren gegangen wären. Zusätzlich war an mein Macbook die Samsung T5 (SSD) mit einer Speicherkapazität von 1TB angeschlossen.  Darauf waren meine aktuelle Projekte gespeichert.

Ein NAS von Synology war in meinem Serverschrank, auf das ich per LAN(1GB) und WLAN zugreifen konnte. Auf der Synology Diskstation waren wie auf dem Terramaster alle Daten gespeichert. Ein großer Vorteil dieser Strategie ist der Preis und wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat, dann kann man das NAS weglassen. Ich möchte darauf hinweisen, dass das Terramaster alleine im Raid 5 Verbund kein richtiges Back-up darstellt. 

Mit der Software Chronosync hatte ich folgende Daten gesichert:

  • SSD auf Terramaster
  • SSD auf NAS
  • Terramaster auf NAS

Das war nervig, weil der Rechner während des Backups eingeschaltet sein musste. Das Backup von Terramaster auf NAS hatte ich per Zeitplaner automatisiert. Des Weiteren konnte ich nur von der SSD arbeiten, weil das Terramaster zu langsam war. Da ich letztes Jahr viel gefilmt hatte, musste ich die Videodateien auf das Terramaster auslagern und zum Schneiden auf die SSD kopieren.

Meine Anforderungen an die neue Backup Strategie

Ich wollte ein System haben, das schnell genug ist, damit ich direkt darauf arbeiten kann (Fotos bearbeiten und Videos schneiden). Des Weiteren sollte das System automatisiert ein Backup erstellen, ohne das der Rechner eingeschaltet ist.

Warum ich mich gegen das Lacie 6Big, Lacie 2Big Dock Thunderbolt 3, Promise Pegasus32, G-Technology entschieden habe

Ich hatte mir viele externe Thunderbolt 3 Gehäuse angeschaut und verglichen. Davon hatte mir das 6Big von Lacie am besten gefallen, da es mega schnell ist. Insgesamt machen alle Hersteller in dieser Preisregion einen guten Job. Was mich gestört hatte, war die Lautstärke der Gehäuse. Wenn mehrere Festplatten in einem Gehäuse arbeiten, dann kann das Laut werden. Die Lüfter im Gehäuse tun ihr übrigens um zu nerven. Die Lautstärke des Terramaster fand ich bereits nervig und das war nicht laut. Und als ich mich dazu entschlossen hatte, dass ein wöchentliches Backup unabhängig vom Rechner gemacht werden soll, waren diese Gehäuse sowieso aus dem Rennen. Also musste ein NAS her, das ich wie meine Diskstation von Synology im Serverschrank unterbringen konnte.


Warum ich mich für das NAS TVS-672XT von QNAP entschieden habe

Meine Diskstation von Synology hatte vier Slots. Insgesamt war ich damit super zufrieden, aber es war mit 1GB LAN zu langsam. Mein nächstes NAS sollte mindestens ein 6Bay NAS sein und einen 10G LAN-Anschluss haben.

Mein MacBook Pro hat leider keinen LAN-Anschluss und deshalb musste ich einen USB-C Adapter auf 10GB LAN zwischenschalten. Ich habe mich für den Adapter von Sonnet entschieden, genauer gesagt den Sonnet Solo 10G Thunderbolt 3 Adapter. Er ist lüfterlos und funktioniert tadellos.

Bei der Auswahl des NAS habe ich mich für das QNAP entschieden, weil es zusätzlich einen Thunderbolt 3 Anschluss hat. Das ist ein großer Vorteil. Im Moment nutze ich den Anschluss nicht, aber durch Umzug etc. kann sich die Lage ändern und dadurch bin ich flexibler. Das NAS von QNAP kann man außerdem mit SSDs erweitern usw. Dafür ist ca. 30% teurer als die Konkurrenz von Synology.

Meine Back-Up Strategie

Auf meinem QNAP NAS sind alle Projekte im RAID5 Verbund gespeichert. Auf diese greife ich per WLAN und per 10GB LAN zu. In den meisten Fällen nutze ich natürlich das LAN Kabel, aber wenn ich mal auf der Couch arbeite, dann wechsele ich auf die WLAN Verbindung. Einmal pro Woche wird nachts ein Backup vom QNAP auf das Terramaster gemacht. Ja, das habe ich behalten 🙂  Das steht ebenfalls im Serverschrank und ist per USB an das QNAP angeschlossen. Im Terramaster sind die Festplatten im RAID1 Verbund.

Zusätzlich muss ich leider weiterhin meine Samsung T5 Festplatte benutzen. Die Lightroom-Katalogdateien lassen sich nicht vom NAS aus verwalten und mein Macbook hat nur eine Speicherkapazität von 256GB. Mein nächster Computer wird definitiv mindestens eine 1TB SSD haben. Dann kann ich auf die externe SSD Verzichten.

Im NAS schlummern 5x 8TB Ironwolf Platten. Ich habe also noch einen Slot frei.

Fazit

Ich bin mit der Backup Strategie super zufrieden. Sie ist schnell, geräuschlos und das Backup läuft automatisiert. Bis auf die externe SSD, auf die ich NOCH angewiesen bin läuft es sehr gut. MacOS erkennt in den meisten Fällen die LAN Verbindung primäre Verbindung und sobald ich den LAN Stecker ziehe, wechselt das Betriebssystem auf WLAN.

Eventuell werde ich mir wieder einen Backblaze Account einrichten, um die wichtigsten Daten passwortgeschützt in der Cloud zu speichern.

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Porträts hinter einer Fensterscheibe leicht gemacht

Ende 2017 hatte ich den Artikel „Back-up Strategie für Fotografen (Terramaster D5-300)“ veröffentlicht. Diese ist für mich eine kostengünstige Strategie gewesen, die mich in einigen Punkten genervt hatte (auf die ich noch eingehe) und weshalb ich meine Strategie in 2020 geändert habe. In diesem Artikel gehe ich auf meine neue Backup Strategie ein.

Speedtestergebnis des QNAP

Speedtestergebnis des QNAP TVS-672XT

Was mich an meiner bisherigen Backup Strategie genervt hatte

Wie meine bisherige Back-up Strategie aussah, kannst du im Blogartikel aus 2017 nachlesen. Grob gesagt hatte ich an mein MacBook das Terramaster D5-300 per USB 3.0 angeschlossen. Auf das waren alle meine Daten gespeichert. Das Terramaster ist ein externes Festplattengehäuse (kein NAS) mit 5 Slots. Ich hatte es im Raid 5 Verbund betrieben. Es durfte eine Festplatte ausfallen ohne das die Daten verloren gegangen wären. Zusätzlich war an mein Macbook die Samsung T5 (SSD) mit einer Speicherkapazität von 1TB angeschlossen.  Darauf waren meine aktuelle Projekte gespeichert.

Ein NAS von Synology war in meinem Serverschrank, auf das ich per LAN(1GB) und WLAN zugreifen konnte. Auf der Synology Diskstation waren wie auf dem Terramaster alle Daten gespeichert. Ein großer Vorteil dieser Strategie ist der Preis und wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat, dann kann man das NAS weglassen. Ich möchte darauf hinweisen, dass das Terramaster alleine im Raid 5 Verbund kein richtiges Back-up darstellt. 

Mit der Software Chronosync hatte ich folgende Daten gesichert:

  • SSD auf Terramaster
  • SSD auf NAS
  • Terramaster auf NAS

Das war nervig, weil der Rechner während des Backups eingeschaltet sein musste. Das Backup von Terramaster auf NAS hatte ich per Zeitplaner automatisiert. Des Weiteren konnte ich nur von der SSD arbeiten, weil das Terramaster zu langsam war. Da ich letztes Jahr viel gefilmt hatte, musste ich die Videodateien auf das Terramaster auslagern und zum Schneiden auf die SSD kopieren.

Meine Anforderungen an die neue Backup Strategie

Ich wollte ein System haben, das schnell genug ist, damit ich direkt darauf arbeiten kann (Fotos bearbeiten und Videos schneiden). Des Weiteren sollte das System automatisiert ein Backup erstellen, ohne das der Rechner eingeschaltet ist.

Warum ich mich gegen das Lacie 6Big, Lacie 2Big Dock Thunderbolt 3, Promise Pegasus32, G-Technology entschieden habe

Ich hatte mir viele externe Thunderbolt 3 Gehäuse angeschaut und verglichen. Davon hatte mir das 6Big von Lacie am besten gefallen, da es mega schnell ist. Insgesamt machen alle Hersteller in dieser Preisregion einen guten Job. Was mich gestört hatte, war die Lautstärke der Gehäuse. Wenn mehrere Festplatten in einem Gehäuse arbeiten, dann kann das Laut werden. Die Lüfter im Gehäuse tun ihr übrigens um zu nerven. Die Lautstärke des Terramaster fand ich bereits nervig und das war nicht laut. Und als ich mich dazu entschlossen hatte, dass ein wöchentliches Backup unabhängig vom Rechner gemacht werden soll, waren diese Gehäuse sowieso aus dem Rennen. Also musste ein NAS her, das ich wie meine Diskstation von Synology im Serverschrank unterbringen konnte.


Warum ich mich für das NAS TVS-672XT von QNAP entschieden habe

Meine Diskstation von Synology hatte vier Slots. Insgesamt war ich damit super zufrieden, aber es war mit 1GB LAN zu langsam. Mein nächstes NAS sollte mindestens ein 6Bay NAS sein und einen 10G LAN-Anschluss haben.

Mein MacBook Pro hat leider keinen LAN-Anschluss und deshalb musste ich einen USB-C Adapter auf 10GB LAN zwischenschalten. Ich habe mich für den Adapter von Sonnet entschieden, genauer gesagt den Sonnet Solo 10G Thunderbolt 3 Adapter. Er ist lüfterlos und funktioniert tadellos.

Bei der Auswahl des NAS habe ich mich für das QNAP entschieden, weil es zusätzlich einen Thunderbolt 3 Anschluss hat. Das ist ein großer Vorteil. Im Moment nutze ich den Anschluss nicht, aber durch Umzug etc. kann sich die Lage ändern und dadurch bin ich flexibler. Das NAS von QNAP kann man außerdem mit SSDs erweitern usw. Dafür ist ca. 30% teurer als die Konkurrenz von Synology.

Meine Back-Up Strategie

Auf meinem QNAP NAS sind alle Projekte im RAID5 Verbund gespeichert. Auf diese greife ich per WLAN und per 10GB LAN zu. In den meisten Fällen nutze ich natürlich das LAN Kabel, aber wenn ich mal auf der Couch arbeite, dann wechsele ich auf die WLAN Verbindung. Einmal pro Woche wird nachts ein Backup vom QNAP auf das Terramaster gemacht. Ja, das habe ich behalten 🙂  Das steht ebenfalls im Serverschrank und ist per USB an das QNAP angeschlossen. Im Terramaster sind die Festplatten im RAID1 Verbund.

Zusätzlich muss ich leider weiterhin meine Samsung T5 Festplatte benutzen. Die Lightroom-Katalogdateien lassen sich nicht vom NAS aus verwalten und mein Macbook hat nur eine Speicherkapazität von 256GB. Mein nächster Computer wird definitiv mindestens eine 1TB SSD haben. Dann kann ich auf die externe SSD Verzichten.

Im NAS schlummern 5x 8TB Ironwolf Platten. Ich habe also noch einen Slot frei.

Fazit

Ich bin mit der Backup Strategie super zufrieden. Sie ist schnell, geräuschlos und das Backup läuft automatisiert. Bis auf die externe SSD, auf die ich NOCH angewiesen bin läuft es sehr gut. MacOS erkennt in den meisten Fällen die LAN Verbindung primäre Verbindung und sobald ich den LAN Stecker ziehe, wechselt das Betriebssystem auf WLAN.

Eventuell werde ich mir wieder einen Backblaze Account einrichten, um die wichtigsten Daten passwortgeschützt in der Cloud zu speichern.

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